Kung Fu

 

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Kung Fu bedeutet Arbeiten an den eigenen Fähigkeiten, um Fertigkeit zu erlangen. Fähigkeiten wie z.B. Bewegungsfähigkeit, Koordinationsfähigkeit, Denkfähigkeit, jegliche Art der Sinnenfähigkeit, Wahrnehmungsfähigkeit usw.

Um an den Fähigkeiten zu arbeiten, ist die Kampfkunstpsychologie von großer Bedeutung. Solange es um die Persönlichkeitsentwicklung geht – und das Kung Fu-Training nicht nur als sportliche Aktivität betrachtet wird -, braucht der Lernende der Kung Fu – Kultur bestimmte Denkstrukturen als Grundlage. Die rein kognitiven Denkfähigkeiten sind nur ein Aspekt der Kampfkunst und des Lebens; das Kung Fu legt darüber hinaus großen Wert auf die symbolische Denkfähigkeit, das symbolische Wissen oder auch implizite Wissen. Das bedeutet, vereinfacht ausgedrückt, „können, ohne sagen zu können, wie“. Jemand „weiß, wie es geht“, aber sein Wissen steckt implizit in seinem Können, er kann es nicht beschreiben. Ein Beispiel dafür ist die Fähigkeit, auf dem Fahrrad das Gleichgewicht zu halten. Wer das vermag, kennt – aber eben nur implizit – eine komplexe physikalische Regel, die Neigungswinkel, aktuelle Geschwindigkeit, Kreiselgesetze und Lenkeinschlag berücksichtigt. Hier spielt die Kampfkunstpsychologie eine wesentliche Rolle. Sie kommt aus der buddhistischen und daoistischen Lehre und spielt bei der Persönlichkeitsentwicklung eine zentrale Rolle. In der westlichen Welt werden  Psychologie, Philosophie und Kampf voneinander getrennt, aber in der östlichen Kampfkunst gehören diese drei Aspekte zusammen. So ist Kung-Fu mein persönlicher Lebensweg (Shifu). Die Schüler ( Tudi) können Nutzen daraus ziehen, indem sie Methoden erlernen wie  sie z.B. ihr Bewusstsein auf geistiger und körperlicher Ebene erweitern können.

Ein Kung Fu – Kämpfer achtet in erster Linie darauf, dass er gesund ist und gesund bleibt. Durch die zielgerichteten Bewegungen werden das gesamte Nervensystem und alle Organe positiv beeinflusst.

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