Meine alten Strukturen…

Meine alten Strukturen haben mich und wahrscheinlich auch die eigenen alten Strukturen vieler anderer Schüler*innen daran gehindert, Qigong- und Taiji-Bewegungen in ihren ursprünglichen und ganzheitlichen Gedanken zu erfassen und körperlich umzusetzen. Doch wie habe ich es geschafft, alte Strukturen zu verlassen und Platz zu schaffen für neue? Durch das regelmäßige coachen von Shifu Edson Vlijt im Einzelunterricht ist es mir im Laufe dieses Unterrichtes gelungen, in dieser Kultur anzukommen und mit meinem Körper in seinen Bewegungen gelöster zu werden und Raum zu geben für die neuen Strukturen; also ein tieferes Verständnis für Qigong und Taijiquan zu bekommen. 

Ein besonderes Beispiel für die anderen Strukturen aus der gedanklichen Welt des Qigong und Taijiquan ist die Erklärung und der Sinn des Herzens. Im daoistischen gibt es dafür viele Zeichen und unterschiedliche Bedeutungen. Eine Aufgabe im Qigong und Taijiquan ist es, durch die Übungen das Herz zu nähren. Die Nährung des Herzens gelingt jedoch nicht durch die bloßen Bewegungen, sondern nur in Verbindung mit der inneren Arbeit, der ständigen Ausrichtung, Wahrnehmung und Aufmerksamkeit.

Meine Erfahrungen und Erlebnisse aus dieser bisherigen Arbeit sind, dass ich nun mit den und über die Bewegungen Erfüllung, Leichtigkeit und auch Frieden im Denken und im Körper finden kann. So möchte ich meinem Geist immer mehr Raum und Zeit geben, sich zu entfalten. Ich bin nicht am Ende meiner Entwicklung; ich bin weiterhin in einem Prozess und voller Freude. Ich hoffe, dass auch alle anderen Schüler*innen sich mit Freude auf ihrem Wege befinden.

Jing li

Renate